Handy

Alle tippen auf ihrem Handy rum. Oder spielen damit. Manchmal telefonieren sie sogar damit! Das Handy ist für uns mittlerweile das wichtigste Medium geworden, einen Tag ohne Handy, bedeutet für die meisten der Beginn von Entzugserscheinungen. In der U-Bahn sieht man es am schönsten: Die Blicke, die auf das Handy gerichtet sind. Müde Augen, die gerne mal schließen würden und dennoch auf den kleinen Bildschirm gucken. Es fällt den Leuten ungemein schwer, einfach nur dazusitzen und sich den Gedanken hinzugeben. Für viele unmöglich. Besonders für die jungen Leute. Ärgern tue ich mich nicht, ich denke einfach nur, wir sind Sklaven unserer Handys. Unserer Smartphones und IPhones. Steve Jobs hat mit seiner Idee unser Leben revolutioniert und vereinfacht, nun können wir jedoch nicht mehr ohne unser Handy leben, so scheint es mir. Ich habe abgeschworen (mal wieder). Ich empfinde dieses riesige Smartphone als Belastung in meiner Hosentasche. Mein Handy ist die meiste Zeit aus. Auf der Arbeit habe ich es gar nicht mehr dabei. Ich gebe zu, dass ich nicht so viele Kontakte habe, sodass es bei mir einfacher ist, dass Handy tagelang auszulassen. Für unsere wichtigen Leute der Gesellschaft dürfte dies schwieriger fallen. Aber ihr werdet merken: Lasst das Handy einfach mal aus oder zu Hause, probiert es aus. Vielleicht werdet ihr euch dann freier fühlen. Danke für's Lesen.

17.8.14 10:23, kommentieren

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Einfach leben

Wir leben im Zeitalter der Reizüberflutung. Überall, wo wir uns auch befinden, werden wir zugebombt, mit Nachrichten, mit Lichtern, mit Musik. Lärm, überall. Richtiges abschalten ist kaum noch möglich. Überall, in der U-Bahn, sieht man Leute an ihren Smartphones rumtippen oder sinnlose Spiele spielen. Oder telefonieren, über Dinge reden, bei denen ein Anruf gar nicht nötig gewesen wäre. Oder es wird gechattet, meistens in WhatsApp. Die neuesten Nachrichten bekommt man sofort, bevor sie passiert sind. Leute, die nach Feierabend so laut MP-3-Player hören, dass ich mithören kann. Weil sie die Musik als Entspannung empfinden, dabei erzeugt der Lärm eigentlich nur mehr Stress, was soll's. In der Innenstadt sieht man Leute mit Einkaufstüten, von H&M, und vielem mehr. Wir besitzen immer mehr, immer mehr konsumieren wir. In einer Zeit, in der alles griffbereit ist und alles schneller erledigt wird oder werden kann, müssten wir doch mehr Zeit haben, oder? Haben wir aber nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Ich habe abgeschworen. Oder bin gerade dabei. Das Handy bleibt die meiste Zeit aus, zur Arbeit nehme ich es gar nicht erst mit. Den MP-3-Player auch nicht (Lärm habe ich auf der Arbeit genug). Die ganzen Dinge, die ich gekauft und bestellt habe, Sachen, die ich eigentlich nicht gebraucht hätte, habe ich größtenteils entweder weggeworfen oder verkauft. Ich konsumiere auch, werde es aber in Zukunft stark einschränken. Viele Dinge zu besitzen, bedeutet mehr Belastung. Ich habe mich losgesagt. Einfach leben, oder einfachER. Weniger ist manchmal mehr, und mit den wenigen Dingen, die ich heute besitze, fühle ich mich glücklicher und leichter. Nachrichten gucke ich nicht mehr stündlich, sondern täglich. Musik höre ich bewusst ein bis zwei mal die Woche. Wenn wir über unser Konsumverhalten nachdenken oder bewusster wählen, wenn wir auch mal abschalten und die Ruhe genießen, die WIRKLICHE Ruhe mein ich, ohne Musik, ohne Lärm in der Umgebung, dann, so denke ich, können wir glücklicher sein und wieder Zeit für das Wesentliche im Leben haben.

1 Kommentar 16.8.14 23:45, kommentieren